Praxisorientierte Erwachsenenbildung zwischen Achtsamkeit, Körper und Selbstregulation
Natalie Nikolska
Diplompädagogin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Beratungsmethoden, ausgebildet an der Universität zu Köln. Im Zentrum der langjährigen Arbeit steht die Frage, wie Menschen lernen können, mit Belastungen und Veränderungen bewusster, selbstbestimmter und handlungsfähiger umzugehen.
Der berufliche Weg führte vom Fitness- und Bewegungsbereich über Yoga zu Achtsamkeit und Stressregulation. Mehr als 16 Jahre Unterrichtserfahrung und kontinuierliche Weiterbildungen in MBSR, Entspannungsverfahren, Atemarbeit und achtsamkeitsbasierten Methoden prägen den heutigen Ansatz.
Dabei hat sich ein Grundsatz immer wieder bestätigt: Wissen allein verändert wenig. Nachhaltiges Lernen entsteht, wenn Verstehen mit körperlicher Erfahrung, praktischem Erproben und der Integration in den Alltag verbunden wird.
Von Urvani Yoga & mehr zu Mind Design
Mein erstes eigenes Projekt in der Schweiz, Urvani Yoga & mehr, entstand vor fast 14 Jahren im Kanton Uri und wird bis heute von mir geleitet. Aus der langjährigen Verbindung von Bewegung, Körperwahrnehmung, Atem, Entspannung und Achtsamkeit entwickelte sich die Grundlage für Mind Design.
Im Zentrum stehen heute Resilienz, Selbstregulation, psychische Stabilität und Selbstwirksamkeit – vermittelt durch fundierte fachliche Impulse und einen konsequent hohen Praxisanteil.
Wesentliche Impulse entstanden aus der Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz: in Programmen für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung, im Resilienztraining für Fachpersonen in helfenden Berufen sowie im auf Initiative des SRK entwickelten Safe Space für Frauen mit Migrationserfahrung. Die Arbeit mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen hat den Ansatz von Mind Design entscheidend geprägt.
Eine weitere wichtige Entwicklung ist die Zusammenarbeit mit Dr. phil. Alexandra Huber, Psychologin FSP. Gemeinsam entstehen praxisorientierte Formate für Frauen, in denen psychologisches Fachwissen mit Körperarbeit, Achtsamkeit und Selbstregulation verbunden wird. Diese interdisziplinäre Kooperation eröffnet neue Perspektiven und erweitert das Spektrum von Mind Design.
Dabei gilt ein grundlegendes Prinzip: Bewährte Methoden geben Struktur – ihre Vermittlung orientiert sich an den Menschen. Deshalb verbinden die Programme Achtsamkeit und Reflexion mit Atem, Körperwahrnehmung und dynamischer Bewegung.
Wofür Mind Design steht
Mich interessiert weniger, wie viel Menschen über Stress, Resilienz und Achtsamkeit wissen, sondern was ihnen zur Verfügung steht, wenn es schwierig wird: den eigenen Zustand wahrnehmen und beeinflussen, Ressourcen aktivieren und zwischen Impuls und Reaktion wieder Handlungsspielraum gewinnen.
Mind Design verbindet deshalb Verstehen, Erleben und Üben. Die eigene kontinuierliche Praxis bildet dabei die Grundlage meiner Arbeit: Weitergegeben wird, was nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praktisch erfahren und erprobt ist.
Zusammenarbeit
Mind Design versteht sich als offenes, entwicklungsfähiges Projekt. Die Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Institutionen ermöglicht es, unterschiedliche Kompetenzen zu verbinden und daraus fundierte, praxisnahe Formate für konkrete Zielgruppen zu entwickeln.
Mind Design wächst durch Praxis, Erfahrung und die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven.
